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Die Bundesjugend im Deutschen Schwerhörigenbund e.V.

 

Die Bundesjugend im Deutschen Schwerhörigenbund e.V. ist ein Interessenverband von jungen Schwerhörigen im Alter bis 35 Jahren. In ihr sind Jugendgruppen unterschiedlicher Größe mit insgesamt rund 700 Mitgliedern organisiert. Darüber hinaus werden überregionale Wochenendfreizeiten und Seminare organisiert.

 

Ziel der Bundesjugend ist es, schwerhörige Kinder und Jugendliche in ihrer Freizeit zusammenzubringen. Für Hörgeschädigte ist das Zusammensein mit Gleichbetroffenen wie eine "Tankstelle", an der sie Kräfte für den Alltag auftanken können. Hier erleben sie lockere und entspannte Kommunikation. Darüber hinaus setzen sie sich durch Erfahrungsaustausch mit ihrer Hörbehinderung bewusst auseinander. Sie erkennen Ursachen ihrer Kommunikationsprobleme, lernen aber auch Lösungsmöglichkeiten kennen. Gerade frühschwerhörige Kinder und Jugendliche müssen lernen, zu ihrer Hörbehinderung zu stehen, Grenzen zu akzeptieren und eigene Stärken zu erkennen und zu nutzen. Nur dann werden sie auch in der Lage sein, mit den Lebenserschwernissen in der Ausbildung und im Beruf sowie im späteren Leben erfolgreich zurechtzukommen. Dies gelingt vor allem in der Gemeinschaft mit anderen Hörgeschädigten.

 

... und Regelschüler?

 

Die Zahl der schwerhörigen Kinder an Regelschulen nimmt stetig zu. Immer mehr Eltern entscheiden sich gegen eine Schwerhörigenschule und für die Regelschule. Sie möchten ihrem Kind die besten Startchancen eröffnen, damit es sein späteres Leben selbständig meistern und sich auf dem Arbeitsmarkt behaupten kann. Das Kind soll so „normal“ wie möglich aufwachsen und sich in der Welt der Guthörenden zurechtfinden. Die verbesserte Hörgerätetechnik, Kommunikationsanlagen und vor allem das Cochlear Implantat (CI) machen dies möglich.

 

Schwerhörige RegelschülerInnen, die mit gut hörenden Mitschülern unterrichtet werden, finden oftmals keine optimalen Kommunikationsvoraussetzungen im Unterricht vor. Sie müssen dem gewöhnlichen Tempo folgen und das verlangt ihnen erhöhte Disziplin und Konzentration ab, in der Regel muss durch Nacharbeiten kompensiert werden. Sie erleben so Hörstress und kommunikative Enttäuschungen.

 

Zur Bewältigung dieser Probleme brauchen hörgeschädigte Kinder an Regelschulen den Kontakt zu Gleichbetroffenen. Sie brauchen Gleichaltrige, die ähnliche kommunikative Bedürfnisse haben wie sie und mit denen sie sich über ihre Erlebnisse im Zusammenleben mit Guthörenden austauschen können. Der Austausch ermöglicht die Identifikation mit ihrer eigenen Persönlichkeit und der Hörbehinderung. Das Portal möchte Hilfestellung bieten: Regelschüler sollen ihren Lehrern und Mitschülern richtig vermitteln können, was Hörschädigung für Auswirkungen hat – beispielsweise Nichtverstehen oder mangelnde mündliche Mitarbeit – und Nachteilsausgleiche in Anspruch nehmen zu können. Damit eröffnen sich für das Kind oder den Jugendlichen höhere Chancen, die eigene Leistungsfähigkeit zu steigern und in die Gemeinschaft gut hörender Menschen integriert zu werden.

 

Die Bundesjugend im DSB e.V. baut daher ein bundesweites Netzwerk für hörgeschädigte Regelschüler auf, über das von jetzt an die betroffenen Schüler, deren Eltern und Lehrer sowie Pädagogen der ambulanten Förderung miteinander in Kontakt treten und sich austauschen können. Darüber hinaus stellt das Netzwerk wichtige rechtliche Informationen bereit und bietet so für Schüler, Lehrer und Eltern eine zentrale Anlaufstelle für Probleme rund um die Regelbeschulung.

 
Copyright © 2010 in-ohr.de - Ein Projekt der Bundesjugend im DSB e.V.

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